Nierfeld Pappe in alten Zeiten
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Historie

der Pappenfabrik Nierfeld

Im Jahre 1875 wurde die Pappenfabrik in Schleiden-Nierfeld durch Joseph Haas, der bereits Eigentümer der Firma Kattwinkel in Schleiden-Mauel war gegründet. Im Gründungsjahr erhielt die Pappenfabrik Nierfeld die Wasserrechte, eine wichtige Voraussetzung für die Herstellung von Pappe aus Holz. Erst jetzt konnte ein Wasserrad eingesetzt werden, welches unter Einsatz von Übersetzungen aus Wellen und Zahnrädern in Holzbauweise die riesigen Mühlsteine in Bewegung setzte. Die Mühlsteine schliffen das Holz und aus dem Holzschliff wurde die Holzschliffpappe (Filzpappe) hergestellt. Die Holzschleiferei hielt im Eifeltal ihren Einzug. Das Wasser wurde ebenfalls für Produktionszwecke verwendet. Allerdings lief die Produktion nur, wenn Wasser vorhanden war, das heißt in der wasserknappen Jahreszeit lag sie still und die gesamte Belegschaft betätigte sich in dieser Jahreszeit in der Landwirtschaft.

1918 wurde der Betrieb durch die Firma Ernst Schäfer AG übernommen. Ihr gehörten noch zwei Sägewerke in der näheren Umgebung.

1923 wurde das Wasserrad durch eine Zwillingsturbine ersetzt. Mit dieser Transmission angetrieben, welche die Energie mittels Triebriemen den einzelnen Maschinen zuleitete.

Am Anfang der 30er Jahre erfolgte die Übernahme des Unternehmens durch Herrn Joseph Piront. Ca. 1932 veranlasste er unter anderem die Anschaffung einer Dampfmaschine. Erst mit dieser konnte der Betrieb durchlaufen und einzelne nasse Pappbögen wurden nunmehr mittels Wasserdampf getrocknet. War dies nicht möglich, hing man die einzelnen Bögen auf dem sogenannten Trockenspeicher per Hand zum Trocknen auf.

Am 10. November 1957 übernahm der Sohn, Rolf Werner Piront, den gesamten Betrieb. Da die Energiekosten zu hoch wurden und außerdem zu wenig Wasserkraft zur Verfügung stand, wurde umgebaut und eine vollautomatische Pappenmaschine aufgestellt. Diese erzeugte nun keine Holzpappe mehr, sondern recycelte das Altpapier (= Rohstoffbasis) in Graupappe. In den darauf folgenden Jahren wurde die Pappenerzeugung der Firma Oswald Mattheis, der Holzstoff- und Lederpappenfabrik Louis sowie der Pappenfabrik Kattwinkel eingestellt. Alle drei Firmen waren nicht mehr in der Lage, die hohen Kosten für die Abwasseraufbereitung (Klärung) aufzubringen.

Ende der 80er Jahre gelang es im Eifeltal lediglich der Pappenfabrik Nierfeld, einen geschlossenen Kreislauf mit Kläranlage aufzubauen. Jetzt wurden keine Abwässer mehr in die Olef geführt. Die Pappenfabrik Nierfeld beteiligte sich sogar an der Errichtung des Gemünder Klärwerkes, um bei Störfällen der eigenen Kläranlage die anfallenden Abwassermengen der öffentlichen Kläranlage zuführen zu können. Sie hatte sich somit doppelt abgesichert.

1993 übernahm die Familie Uhlmann das Unternehmen. Wie in der Vergangenheit werden auch heute noch altbewährte Produktionstechniken mit modernen technischen Neuerungen kombiniert. Heute wie damals stellt die Pappenfabrik Nierfeld für die Verpackungsindustrie Graukartonagen aus 100 % Altpapier ohne jeglichen Zusatz fremder Hilfsmittel her und ist damit ein 100 % umweltfreundliches Unternehmen.

1994 wurde mit der Planung einer neuen automatisierten Schneidanlage begonnen. Bis dato wurden die Produktionsbögen manuell in die gewünschte Größe zurecht geschnitten. Mit der neuen Anlage läuft der Produktionsbogen direkt in die Schneidanlage und wird dort automatisch auf die gewünschten Größen geschnitten, abgestapelt und verwogen.

1998 wurde mit dem Neubau der Lagerhalle für die Verarbeitung begonnen. Dieses Lager dient der Zwischenlagerung der von uns zu verarbeitenden Pappe sowie der Lagerung des Fertigerzeugnisses bis zum Versand.

Im Jahr 2000 feierte die Pappenfabrik Nierfeld ihr 125-jähriges Firmenjubiläum.

Ebenfalls in diesem Jahr wurden zwei neue Wasserbehälter für die Pappenherstellung aufgebaut.

2004 wurden innovative Umbauten am Kessel und am Trockner umgesetzt, welche sich positiv auf den Energieaufwand der Pappenfabrik Nierfeld auswirkten.

2005 bauten wir unsere neue Lagerhalle für Fertigformate aus. Diese liegt in direkter Nähe zur Produktionshalle, wodurch der Arbeitsablauf in der Produktion erheblich verbessert wurde.

2011 wurde in den Betriebsferien ein neues Pulper-Transportband errichtet. Dieses Band hat ein wesentlich höheres Fassungsvermögen und arbeitet somit wesentlich effektiver als das vorherige. Der gesamte Pulper wurde vollautomatisiert und somit haben wir durch Vergleichmäßigung des Stoffes ein wesentlich besseres Blattbild erzielt.

2012 wurde eine Automatik-Stanze WUPA 3.6 mit Ausbrechrahmen und einer vollautomatischen Abstapelung installiert. Das max. Bogenformat für diese Stanze beträgt 1 x 1,4 m.

2013 Ein neuer LKW erweitert den Fuhrpark. Durch diese neue Technik reduziert sich der Treibstoffverbrauch um 25 %.